Fri, 04. April 2025

„So schwätzen mia èn Wellingen“

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„So schwätzen mia èn Wellingen“

Buchvorstellung Mundart

Die Verfasser (v.l.n.r.): Ralf Obertreis, Norbert Müller-Adams, Rita Fritz, Cornelia Rohe, Josef Thönes, Klaus Puhl

Saarwellinger Mundart-Wörterbuch vorgestellt

Unter dem Titel „So schwätzen mia èn Wellingen“ – Saarwellinger Mundart präsentierten die Gemeinde und der Heimat- und Verkehrsverein (HuVV) am 3. Dezember 2024 ihre neuste Publikation, welche Geschichten „uff Platt“ mit einer umfangreichen, alphabetischen Wörtersammlung der Wellinger Mundart vereint.

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Zahlreiche interessierte Gäste kamen zur Veranstaltung ins Clubheim des Reit- und Fahrvereins „Auf der Höh“ und wurden herzlich von Cornelia Rohe, Kulturmanagerin, und Norbert Müller-Adams, Präsident des HuVV, begrüßt.

Die Entstehungsgeschichte des Buches und dessen Bezug zu früheren Mundart-Veröffentlichungen standen im Mittelpunkt der Einführung. Klaus Puhl, der viele der kleinen Geschichten geschrieben und auch das Buch in Form gebracht hat, hat vor allem die Art und Weise, wie der Dialekt in Textform gebracht wurde, maßgeblich geprägt. Er erklärte, wie die Schreibweise der Vokale zu verstehen ist und wo die Schwierigkeiten einer adäquaten Darstellung des gesprochenen Wortes liegen. Darlegungen zu früheren Erscheinungen zum Thema Mundart wurden von Norbert Müller-Adams vorgetragen. Hierbei ging er auf die Veröffentlichungen von Hermann Kerpen und Josef Sander ein. Besondere Erwähnung fanden die Arbeiten von Hermann Kerpen und Josef Sander. Einen bedeutenden Beitrag leisteten zudem die Sammlungen von Ludwig Warken, Therese Warken, Alfons Massonne und Klaus Mayer, die durch Elmar Warken, den Enkel von Klaus Mayer, den jetzigen Autoren zur Verfügung gestellt wurden. In diesem Zusammenhang erging ein besonderer Willkommensgruß an Josef Thönes, der nicht nur an der Sammlung von Ludwig Warken in den früheren Jahren mitgewirkt hatte, sondern sich auch bei diesem neuerschienenen Buch aktiv in der Redaktionsgruppe beteiligt hat.

Danach wurde von Rita Fritz eine ihrer Geschichten vorgetragen, ebenso verlasen Josef Thönes und Klaus Puhl eine kleine Auswahl Saarwellinger Redensarten, um den Zuhörern einen Vorgeschmack auf das interessante Buch zu vermitteln. Zum Abschluss gab Ralf Obertreis einen kurzen Einblick in das Leben seines Urgroßvaters, Nikolaus Hessedenz, genannt "Hauser Nikel", von dem zwei Beiträge den Weg ins Buch gefunden haben - "Die Matzen von Saarwellingen" und "Die Saarwellinger Spitznamen".

Das Ziel des Buches ist es, die Wellinger Mundart lebendig zu halten und sie wieder stärker in den Alltag zu integrieren.

Das Werk, das an der Infotheke im Saarwellinger Rathaus für 12 € erhältlich ist, eignet sich als außergewöhnliches Geschenk – nicht nur für Freemen und Furtgezoene, sondern vor allem auch für Dahemm Gebliewene.

 

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